20.07.2022

Deutsch-ukrainische Zusammenarbeit im maritimen Sektor baut Fachkompetenz an der Jade Hochschule aus

Am 1. Juli hat der ukrainische Gastwissenschaftler Assoc.-Prof. Dr. Maksym Kulakov von der National University Odessa Maritime Academy ein zwölfmonatiges Projekt im Bereich maritimer Verkehrssicherung an der Jade Hochschule aufgenommen. Ziel des Forschungsvorhabens „Impact of VTS System Design on Safety, Human Factors, and Efficiency in Traffic Separation Schemes“ ist es, alternative VTS-Systemdesigns zu erstellen und zu evaluieren, um die Sicherheit und Effizienz bei der Überwachung von Schiffsbewegungen zu erhöhen sowie bedienungsbedingte menschliche Fehler zu reduzieren. Der Vessel Traffic Service (VTS) ist der weltweit eingeführte Schiffverkehrsdienst und ist eine Dienstleistung zur Unterstützung der Navigation in der See- und Binnenschifffahrt.

Das Projekt ist in vier Arbeitspakete eingeteilt. Der erste Schritt ist die Vorbereitung der TSS (Verkehrstrennungsschema)- und der VTS-Simulationsumgebung. Danach folgt die Erstellung alternativer VTS-Systemdesigns und die TSS-Simulationsstudie mit ausgewählten Systemdesigns. Das letzte Arbeitspaket umfasst die Bewertung des menschlichen Faktors in Bezug auf die Effizienz und die Auswirkungen auf die Sicherheit.

„Assoc.-Prof. Dr. Maksym Kulakov passt aufgrund seines Profils, in dem die wissenschaftliche Arbeit mit einem Kapitänspatent kombiniert ist, sehr gut in unseren Fachbereich Seefahrt und Logistik“, sagt Prof. Dr. Christian Denker, der mit dem ukrainischen Wissenschaftler an der Jade Hochschule zusammenarbeitet.

Hintergrund: 

Seit Ende Februar herrscht in der Ukraine eine große Fluchtbewegung aufgrund des Krieges. Auch viele ukrainische Wissenschaftler_innen haben ihr Heimatland verlassen. Durch ein gezieltes Förderangebot der VolkswagenStiftung werden Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen unterstützt, ihre wissenschaftliche Tätigkeit vorübergehend in Deutschland weiterzuführen. Das Förderangebot bietet sowohl Doktorand_innen als auch Postdoktorand_innen und etablierten Wissenschaftler_innen aller Fachrichtungen die Möglichkeit, für einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten in einer Arbeitsgruppe an einer Universität oder einem Forschungsinstitut in Deutschland ihre Forschungstätigkeit fortzusetzen.

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