Präzise Brennstoffverbrauchsmessung an Bord ist ein Ansatzpunkt zum effizienten und sauberen Schiffsdieselbetrieb

  • 11.05.2018

Präzise Brennstoffverbrauchsmessung an Bord als Ansatzpunkt für Cross-Industry Innovation?

Die Schifffahrtsbranche muss sich in naher Zukunft mit immer strengeren Vorschriften zur Emissionsreduzierung auseinandersetzen. In Bezug auf Stickoxide beispielsweise sind insbesondere die internationalen Vorgaben aus dem MARPOL-Abkommen zu beachten. Weitere Verschärfungen der Emissionsgrenzwerte und die Ausweitung von Emissionssondergebieten sind zu erwarten.

Mit Hilfe einer hochpräzisen Brennstoffverbrauchsmessung, welche für alle Schiffe einer Flotte verlässliche, vergleichbare und genaue Ergebnisse liefert, könnten Reedereien die Brennstoffverbräuche Ihrer Schiffe vergleichen und Rückschlüsse auf den Wartungszustand der Maschinen ziehen. Bei den bislang im maritimen Bereich eingesetzten Messverfahren und der gewählten Platzierung der Messgeräte im Kraftstoffsystem sind die Messungenauigkeiten systembedingt häufig so groß, dass eine Vergleichbarkeit nicht gegeben ist bzw. die Abweichungen nicht nachvollziehbar sind.

Auf der Veranstaltung des Maritimen Clusters Norddeutschland e. V. auf dem Sunderhof in Seevetal gaben führende Experten im Bereich Brennstoffverbrauchsmessungen Ende April Einblicke in innovative Anwendungsmöglichkeiten im Betrieb von Schiffsdieseln. In Fachvorträgen vor rund 50 Teilnehmern referierten Experten zu unterschiedlichen Aspekten der Thematik. In den darauffolgenden Workshops wurden bestimmte Teilbereiche weiter intensiviert und in Kleingruppen diskutiert.

Die Eingangsfragen, ob Schiffsdiesel effizienter und damit sauberer betrieben werden, wenn die Brennstoffmenge zuverlässiger und genauer bestimmt werden kann, konnten somit mit „Ja“ beantwortet werden.

​Eine Zusammenfassung zum Workshop finden Sie unter dem folgenden Link. Die Präsentationen zur Veranstaltung stehen Ihnen unter Downloads zur Verfügung.