Mit Kompetenz und Erfahrung Segel setzen - Der "GreenSailer" stellt sich erstmals maritimer Expertise

  • 22.12.2017

Für die Dekarbonisierung der maritimen Industrie werden innovative Konzepte und neue Technologien benötigt - und genau solche Lösungen werden am Fachbereich Seefahrt der Hochschule Emden/Leer entwickelt. Im Rahmen des Kompetenzzentrums GreenShipping Niedersachsen arbeitet der Fachbereich Seefahrt an dem Projekt "GreenSailer". Ziel ist es einen Prototyp eines innovativen Frachtseglers für die Küstenschifffahrt und zur Versorgung von Inseln zu entwickeln, der das Leitbild des “Zero Emission Ship” weitestgehend erfüllen kann.       
Um dabei sowohl hochgesteckte Ziele zu erreichen und diese gleichzeitig auch praktisch realisierbar zu halten, zieht das Projekt "GreenSailer" regelmäßig externe Partner zur Begleitung des Fortschrittes hinzu. Dieser sogenannte projektbegleitende Ausschuss traf sich zu einem Auftakttreffen am 15. Dezember am Hochschulstandort Leer und deckt mit Vertretern aus Reedereien, Verbänden und Institutionen, Forschungseinrichtungen sowie Ingenieurbüros die gesamte Bandbreite der maritimen Branche ab. Aus seiner übergeordneten Perspektive geben die Vertreter dabei wertvolle Anregungen, Rat und Ideen und schärfen den "GreenSailer" durch gezielte Blicke und Fragen aus der jeweiligen Erfahrung und Fachdisziplin nach.
Nach einer kurzen Einführung in das Projekt und die Motivation durch den Projektleiter Prof. Vahs, erfolgte ein Überblick über die bereits bestehenden und im Rahmen des Projektes ergänzend aufgebauten Kompetenzen der Hochschule für einen energieeffizienten Schiffsentwurf und -betrieb. Mit einem Einblick in den Vorentwurf des GreenSailers durch die beteiligten Mitarbeiter, sowie die Vorstellung von numerischen Strömungssimulationen im Rahmen eines studentischen Projektes, konnten sich die Teilnehmer vom aktuellen Projektstand und dem Zusammenspiel von Forschung und Lehre überzeugen.
Im Rahmen der sich entwickelnden lebhaften Diskussion konnten Erfahrungen und erste Einschätzungen ausgetauscht werden und damit der weitere Kurs des Projektes "GreenSailer" verfeinert werden. Dabei zeigte sich, dass ein solcher Schiffstyp nach Meinung der Teilnehmer zwar nur ein erster Schritt und keine kurzfristige Gesamtlösung für die weltweite Schifffahrt darstellen kann, aber verschiedene konkrete und praxis-relevante Betriebs- und Nutzungskonzepte gesehen werden.
In einem anschließenden Rundgang konnten die Teilnehmer zudem einen Einblick in die weiteren Labore und Simulatoren des Fachbereichs nehmen und dabei den Weg von ersten Berechnungen bis  zur virtuellen Realität anschaulich nachvollziehen. Diesen wird der "GreenSailer" in den folgenden Monaten ebenfalls weiter durchlaufen und zum Ende der Projektlaufzeit reif für die angestrebte Realisierung sein - und dies alles jeweils unter dem fachkundigen Augen der Projektbegleiter.
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