EU- MRV Verordnung? – Kein Grund zur Sorge

  • 04.05.2017

Zusammen mit dem VDR und der MARIKO GmbH hat das GreenShipping Kompetenzzentrum den Workshop „MRV Update“ am 03. Mai 2017 in Hamburg organisiert. Als Folgeveranstaltung zum „CO2 & Performance Monitoring“ Workshop, der am 13. Dezember 2016 in Leer stattfand, wurden den über 100 Teilnehmern die aktuellen Entwicklungen bezüglich der europäischen MRV Verordnung vorgestellt. Zudem haben Reeder, die sich bereits auf die kommenden Anforderungen vorbereitet haben, von ihren Erfahrungen berichtet.
Torsten Mundt vom DNV GL stellte die Arbeit der beiden ESSF Untergruppen zu „MRV“ vor. Das ESSF (European Sustainable Shipping Forum) ist ein Austauschforum von Vertretern der Gesetzgeber (EU, Mitgliedsstaaten) und Industrie, um Implementierung von Gesetzgebungen praktisch zu unterstützen. Für die Europäische CO2-Berichterstattung der Schifffahrt wurden hier im letzten halben Jahr zusätzliche Leitlinien für die Umsetzung erarbeitet. Voraussichtlich werden diese „MRV Guidelines“ Ende Juni 2017 durch die Kommission veröffentlicht.
Der bis zum 31.08.2017 zu entwickelnde Monitoring Plan und das anschließende, mit Hilfe der Guidelines umgesetzte, Monitoring und Reporting muss schließlich noch von einer unabhängigen, akkreditierten Stelle verifiziert werden. Dazu informierte Peter Hissnauer von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DaKKS) die Teilnehmer über das Verfahren der Begutachtung und Akkreditierung und den aktuellen Stand der bisher akkreditierten Institutionen in Deutschland. Insgesamt sind bis dato 5 Antragssteller begutachtet und akkreditiert worden, 7 Anträge stehen noch aus.
Trotz der vielen noch ausstehenden Fragen zum Vorgehen bei der Überwachung und Berichterstattung sind viele Reeder bereits gut vorbereitet. „Wir sehen keinen Grund zur Sorge was die EU MRV Verordnung betrifft, es ist alles eine Sache der Vorbereitung“, sagt Niels Kaiser der Norddeutschen Reederei H. Schuldt. „Viele der gefragten Daten werden ohnehin dokumentiert, jedes Unternehmen muss nur den für sich effizientesten Weg ermitteln, um mit diesen Daten zu arbeiten“ verdeutlicht Kaiser. Die Norddeutsche Reederei H. Schuldt, wie auch weitere Partner in der Austauschrunde, setzt hierbei auf eine cloud-basierte Lösung, um den bürokratischen Aufwand zu minimieren.

Alle Präsentationen der Veranstaltung finden Sie hier.